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Ihre Ge-Danken

In Ge-Danken sind wir oft bei den Menschen, denen wir uns verbunden fühlen, Menschen die uns durch den Alltag begleiten, bei der Arbeit, in der Partnerschaft, in der Familie. In Hochgefühlen des Glücks, aber auch in Krisen.
Aber wie gelingt es uns denn nun, trotz aller Erfahrungen mit unserer Umwelt wieder das Wesentliche zu erkennen, den Undank abzulegen?

Machen Sie Ihren Dank für die Menschen die Ihnen am Herzen liegen öffentlich und lesen Sie, wie andere Menschen Dank empfinden.

Paulus: „Werdet immer dankbarer!“ (Kol. 3,15)

Gerne veröffentlichen wir auch Ihre Ge-Danken in dieser dieser Rubrik.

Petra Roth

Liebe Frankfurterinnen und Frankfurter,

gerne übernehme ich auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für den Danke Tag in Frankfurt am Main. Der Danke Tag findet am 31.10.2010 bereits zum 8. Mal in der Mainmetropole statt. Es freut mich, dass die Idee auch in anderen deutschen Städten mit Begeisterung aufgenommen wird.

Schon Seneca der bekannte römische Philosoph und Staatsmann hat gesagt
„Ich bin dankbar, nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht..“

Als Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main bin ich persönlich dankbar für den guten und friedlichen Umgang der verschiedenen Nationen und Kulturen in unserer Stadt.

Gerade in unseren bewegten Zeiten tut es gut, einmal innezuhalten und das persönliche Miteinander bewusst zu gestalten. Das kann man beispielsweise, indem man  seinem Gegenüber persönlichen Dank ausdrückt - für die nette Geste, den erwiesenen Gefallen, die gemeinsam verbrachte Zeit... Der Frankfurter Danke-Tag ist eine willkommene Anregung, die positiven Dinge in unserem Umfeld wahrzunehmen.

Ich lade alle Frankfurterinnen und Frankfurter ein, den diesjährigen Danketag zum Anlass zu nehmen bewusst ‚Danke’ zu sagen, und damit das Klima in unserer Stadt positiv zu verändern. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten – die Aktion lebt vom Mitmachen!

In diesem Sinne wünsche den Initiatoren und Mitwirkenden viel Freude und Erfolg und danke allen, die sich beteiligen.


Mit freundlichen Grüßen

Petra Roth
Oberbürgermeisterin
Der Stadt Frankfurt am Main

Frank Mayer

Der amerikanische Journalist Hunter S. Thompson ist bekannt für ungewöhnlich gründliche Recherche. So verbrachte er ein ganzes Jahr mit den "Hell's Angels" für einen authentischen Bericht über die Rocker. Seine Honorarforderungen: zwölf Dollar pro Wort. Aus Ulk schickten ihm Studenten einmal zwölf Dollar: er solle ihnen dafür sein bestes Wort zukommen lassen. Es kam postwendend: "Danke!"
Ich glaube tatsächlich, dass Danke eines der besten Wörter ist, die unsere Sprache hergibt. Danken verbindet, danken macht glücklicher. Wer gibt schon gerne ein Geschenk an einen Menschen, der ein Danke nicht kennt? Klar, soll man bei einem Geschenk keinen Dank erwarten, aber tun wir das nicht trotzdem? Und sind nicht beide nach dem Danke ein wenig glücklicher als zuvor? Ich freue mich immer über ein fröhliches Danke, das von Herzen kommt und ich vermisse es, wenn ich es vergeblich erwarte.
Es ist schön, den Danktag zu nutzen, um sich wieder einmal mit dem Danksagen zu beschäftigen. Das möchte ich auch gleich tun. Ich bin unglaublich dankbar für mein klasse Kollegenteam bei der BARMER in Frankfurt. Es macht Spaß gemeinsam die vielen Herausforderungen zu stemmen. Ich danke aber auch meiner Familie und besonders meinem Vater, der für mich ein besonderer Mensch und ein besonderes Vorbild ist. Und ich danke Gott, dass ich in diesem reichen Land mit so viel Annehmlichkeiten leben darf.

Hans-Christian Edenharder

Ich arbeite in einem Umfeld, wo das Thema "Geld" naturgemäß eine Rolle spielt. Und ich stelle fest, dass wenn etwas mit einem Preisschild versehen ist und z.B. mit Geld bezahlt werden kann, man oft der Meinung ist, dafür nicht mehr dankbar sein zu müssen. Denn das Entrichten des geforderten Preises, der im übrigen auch etwas anderes sein kann als Geld, reicht ja schon.

Ich denke aber, das "Dankbarkeit" davon völlig unbenommen ist. Wer freut sich nicht auch über ein ernst gemeintes "Danke schön", selbst wenn der Grund eine Hilfestellung wie das Aufhalten einer Tür oder das Erbringen einer (kostenpflichtigen) Dienstleistung ist?! Ich freue mich jedenfalls darüber und da ich für mein Umfeld Verantwortung trage ("wie es in den Wald hinruft so schallt es auch heraus"), freue ich mich über jedes "Danke" und bemühe mich auch selbst aktiv "Danke" zu sagen. Es würde mich freuen, wenn dies viele andere Menschen auch tun würden - wie sehr würden sich die Menschen in dieser Stadt und damit diese Stadt und darausfolgende möglicherweise unser Land verändern.

Danke für Ihr Lesen und viel Spaß beim Selbstversuch.

Hans-Christian Edenharder
Mitarbeiter einer großen deutschen Bank

JOURNAL Frankfurt

Zu gegebenen Anlass wollte es die Redaktion des JOURNAL FRANKFURT wissen: Wem sind die Frankfurter dankbar? Also schickte sie zwei Reporter mit der Video-Kamera ausgerüstet in die Welt hinaus, um die Menschen nach ihrer Dankbarkeit zu befragen. Die Ergebnisse können sich die Leser im folgendem Video ansehen.

Interessant waren aber auch die Antworten, die nicht vor der Kamera gegeben wurden. Viele Menschen meinten, sie würden immer direkt danken und wüssten weder etwas mit dem Danke-Tag anzufangen, noch mit unserer Umfrage. Andere dankten Gott dafür, dass sie leben dürfen. Die meisten Dankbaren dankten ihren Verwandten, wie man auch im Video sehen kann. Eine andere große Gruppe wusste niemandem zu danken. Danken? Wem? Wofür? hieß es da. Ratlose Blicke. Bei mir ist in letzter Zeit einiges schief gelaufen, sagte ein junger Mann. Darüber würde ich mich mal gerne auskotzen. Ein anderer Mann winkte nur ab: Ich denke gerade über meine eigenen Probleme nach. Dies lässt den unrepräsentativen Schluss zu, dass unsere Gesellschaft entweder sehr freundlich und seelisch ausgeglichen ist, oder aber undankbar, weil gefrustet. Vielleicht aber auch andersrum: gefrustet, weil undankbar. Wir wissen es nicht. Um der beunruhigenden, weil ungewissen Angelegenheit auf den Grund zu gehen, beschlossen wir, die Reporter, Situationen der Dankbarkeit zu initiieren. Also kratzten wir unser Kleingeld zusammen und bescherten drei Straßenmusikern einen bescheidenen Nebenverdienst. Ein Akkordeonspieler am Römer lugte über sein Instrument, als wir ihm einige Münzen offerierten, sah anscheinend das reine Kupfergeld und grapschte es ohne eine Silbe der Dankbarkeit wieder aus dem Becher. Ein Drehorgelspieler dankte, wenn auch nicht besonders glücklich. Den überschwänglichsten Dank erhielten wir von einem weiteren Akkordeonspieler, der herzerwärmende türkische Balladen sang; vielleicht aber auch nur, weil sein Offerten-Becher weit genug von ihm entfernt stand. Eine beglückwünschte junge Braut vor dem Römer hatte nur einen skeptischen Blick und verhaltenen Dank übrig. Freundlich hingegen war eine Frau in einem Postkartenladen, mit der ich einige Dankbarkeiten austauschen konnte, aber wahrscheinlich nur, weil ich auch zwei Karten gekauft habe.
Unsere Bilanz: Dankbarkeit ist grundsätzlich nie verkehrt. Man kann gar nicht genug danken, um die Undankbarkeit einiger Menschen wieder auszugleichen. An Gelegenheiten mangelt es nicht. Außerdem kann man nur ein Dankeschön erwarten, wenn man selbst dazu bereit ist, eines zu verschenken. Ein jeder sollte sich die Frage stellen: Heute schon gedankt?

Die Redaktion des JOURNAL FRANKFURT ist zumindest all ihren Heft- und Online-Lesern dankbar, sowie denjenigen, die diesen Artikel gelesen haben: Von uns aus ein großes Dankeschön!

Autoren:
Lukas Gedziowsky, Journal Frankfurt
Gary Vanisian, Journal Frankfurt

Bernd Oettinghaus

Ich habe es total gerne, wenn mein "Dankeschön" an einen meiner Freunde oder Bekannten, Kollegen oder Mitmenschen auch wirklich ankommt. Aber ich bin manchmal unsicher und verschämt. Dann behalte ich es manchmal sogar für mich.
Dabei wünschte ich mir, dass sie mit dem kleinen Symbol, einem Geschenk, eine Karte oder nur ein kurzer Anruf, oder eben das nackte Wort Danke mehr verbinden als das Symbol selbst. Ich möchte ihnen eigentlich etwas von mir schenken in meinem Dankeschön.

Manchmal schäme ich mich, dass ich nur diese profanen Worte wie "Danke" habe, Manchmal noch durch ein Adjektiv hilflos verstärkt. Es fühlt sich oft so abgenutzt an durch Höflichkeit und Konvention. Ich will eigentlich mehr sagen als Pflicht, Höflichkeit, Korrektness.
Ich bin dankbar - von Herzen dankbar. Weil ich mich über etwas wirklich sehr gefreut habe.
Z.B. über die Zeit, die mein Freund in meinen kaputten Computer investiert hat, obwohl es schon nach 21.00 Uhr war und er eigentlich schon recht müde war. Ich will mehr als etwas zurückgeben um den Aufwand zu würdigen. Ich will ihn aber nicht bezahlen wie einen Techniker. Eine Bezahlung würde ihn beleidigen und es wäre eigentlich viel zu wenig. Denn dass was die Hilfe mir wert ist, ist mehr als der Wert der Reparatur. Er schenkte mir mit seinem Liebesdienst seine Freundschaft, ein Stückchen von sich selbst.
Also nehme ich ihn beim "Nach-Hause-Gehen" in den Arm, drücke ihn fest und sage es noch mal: Danke.
Und dabei bleibt es. Ich bin darauf angewiesen, dass er es versteht wie tief er mir geholfen hat. So ist Beziehung oder? So kann ein Danke zum wertvollsten werden was ich einem Freund schenken kann.

Ich merke anlässlich solcher Erlebnisse, dass ich oft gar nicht richtig hinhöre und hinfühle, wenn mir Menschen danken. Ich bin entschlossen ich will das nächste Danke an mich nicht verpassen. Ich will, dass es sich in meinem Herzen entfalten kann. Auf der gleichen Ebene sage ich heute auch Gott meinen Dank, dass ich meinen letzten Herzanfall vor wenigen Tagen überlebt habe. Ich hoffe er weiß wie ich es meine und was es für ein unendliches Geschenk mir das war, und wie viel mir die Freundschaft zu ihm, dem lebendigen Gott bedeutet. Ich vertraue auch hier, dass es ankommt. Einfach Danke!

Wir wollen am Danketag als Mitarbeiter der Gemeinde vor allem ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten außerhalb unserer Gemeinde in unserem Stadtteil auf kreative Weise Danke sagen. Authentisch und persönlich soll es sein. Ich bin gespannt wie wir es schaffen. Diese Menschen sind eine so gewaltige Bereicherung in unserem Stadtteil. Denn ohne sie wäre vieles im Miteinander des gesellschaftlichen Lebens so nicht möglich. Wir erheben damit keine Vollständigkeitsperspektive, die Auswahl mag auch nur stümperhaft sein, aber es kommt von Herzen. Ganz bescheiden bildet eine selbstgemachte Karte und ein kleines symbolisches Präsent dafür den Rahmen.
Es hat in unserer Gemeinde schon ein Aha-Erlebnis ausgelöst, als wir einen Abend lang über diese Menschen nachgedacht haben und darüber geträumt haben, wie wir ihnen diesen Dank ausdrücken können. Uns wurde dabei auch bewusst, dass wir diese "Helden im Alltag" auch im restlichen Jahr noch mal ganz anders in den Blick nehmen wollen, und sehen wo eine Unterstützung sinnvoll ist und für uns auch möglich.
Unser Fazit: Es ist gut, dass es sie gibt. Es ist horizonterweiternd sich mit den dankenswerten Einsätzen der Mitmenschen auseinander zu setzen. Man wird allein schon beim Betrachten und Darüber-reden reicher als zuvor. Und es steckt an, ihrem Vorbild zu folgen.

Danke für die Anregung durch den Danke-Tag. Wir sind schon jetzt die doppelt Beschenkten.

Bernd Oettinghaus
Pastor der ev. Michaelisgemeinde Ffm, Leiter der ev. Allianz Frankfurt

Matthias Graf

Kennen Sie das?

Mit dankbaren Menschen hat man gerne zu tun! Sie versprühen Lebenslust, Energie und Fröhlichkeit. Sie jammern und Sie nörgeln nicht. Dankbarkeit ist ein wichtiges Schmiermittel der Gesellschaft. Hängt nicht auch unser beruflicher Erfolg und das Leben im Alltag im wesentlichen von der Dankbarkeit ab?
Wer dankt, erlebt die Welt anders, sieht sie mit ganz anderen Augen, macht Entdeckungen, die Anderen verborgen bleiben.

Oft bedarf es großen Mut, Dankbarkeit auszudrücken. Nur wirklich selbstbewusste Menschen können auch ihre Dankbarkeit selbstbewusst ausdrücken. Wer dankbar ist, bleibt unvergessen.
Theodor Heuss, der erste deutsche Bundespräsident, hatte sich zum Dank so geäußert: "Nie vom andern Dank erwarten, aber immer selbst dankbar sein können das ist das Privileg einer recht gebauten Seele."

Professor Günter Sauder sagt in seiner Rede zum 30-jährigen Firmenjubiläum der Hirrling GmbH:
"Dankbare Menschen sind insgesamt glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben".

Im Rahmen einer Forschungsarbeit stießen amerikanische Psychologen auf die schützende und stabilisierende Funktion der Dankbarkeit. Dankbarkeit, so die Erkenntnis der Forscher, ist eine wichtige psychologische Ressource, die einem das Leben unendlich erleichtern kann. Dies Gefühl, tief empfunden, schützt vor Enttäuschungen und Verbitterungen. Wie die amerikanischen Untersuchungen zeigen, sind dankbare Menschen zufriedener, glücklicher und sozialer als Personen, die sorgfältig alles Negative in ihrem Leben registrieren, das Positive aber übersehen.

Ich danke dem Herrn für den reichen Segen unserer Firma Velotaxi in Frankfurt, unseren Werbepartnern für das Vertrauen in unsere Arbeit, allen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit, die konstruktive Kritik und das Lob, dem sorgsamen Umgang unserer Velotaxi-Fahrer und Fahrerinnen mit dem Ihnen anvertrauten Gut und den Fahrgästen im Straßenverkehr, den Kunden für die Nutzung unseres City Cruisers und die Einnahmen aus dem Fahrgastbetrieb, die vielen Fahrern den Lebensunterhalt ermöglichen.
Ich bin dankbar für jeden Morgen und diesen mit einer Zeit der Stille auf einem Spaziergang mit meiner Hündin beginnen zu dürfen, für die Kreativität in meiner Arbeit, dankbar Menschen führen zu dürfen, dankbar Wünsche und Ziele zu haben.

Herzlichen Dank an Alle, die den Danke-Tag unterstützen und Ihre Zeit und Energie für diesen Tag zur Verfügung stellen!


Matthias Graf Geschäftsführer
Velotaxi Frankfurt
Danke-Tag Initiator

Michael Lambeck

Neulich schaute ich mir die Fotos an, die ich in den letzten Monaten fotografierte. Ich wurde richtig dankbar. Auf einem Bild lachen mich mein Kinder an. Wie oft entführen sie mich in ihre Kinderwelt und zeigen mir, dass es auch noch andere wichtige Dinge außerhalb der Arbeit gibt. Auf einem anderen Foto sehe ich einen guten Freund, der mit mir schon durch viele Situationen durch "dick und dünn" gegangen ist.
Da entdecke ich ein lustiges Bild mit meinen Kollegen. Ich freue mich, dass ich Arbeit habe und diese mir auch Spaß macht.
Dann halte ich ein verwackeltes Bild in der Hand. Es gibt in meinem Leben Momente, die mir richtig mißglückt sind. Auch hier für möchte ich dankbar sein. Auf dem letzten Foto sehe ich meine Frau, wie sehr bereichert sie mein Leben. Besonders dankbar bin ich Gott, der doch der Geber aller Dinge ist. Er ist es, der selbst meinen verwackelten Bildern einen Rahmen und Sinn gibt.

Er ist Grund meiner Dankbarkeit und meines Lebens.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Lambeck
DekaBank
Deutsche Girozentrale
Aus- und Weiterbildung

Sigrid Baron

Wofür war ich in diesem Jahr besonders dankbar?

Für die Familie, unser Zuhause, gutes Essen, Cappuccino...
Für alle Verheißungen und Zusagen Gottes, die mich motivieren und vorwärts gehen lassen
Für körperliche Heilung und den vielfältigen Segen Gottes
Für viele Prüfungen, die erfolgreich abgelegt werden konnten
Für unterschiedlichste Herausforderungen, die so oft schwierig und unangenehm sind, aber sich häufig als genau das herausstellen, was uns weiterbringt
Für die Ausbildungsmöglichkeiten meiner Kids
Für Möglichkeiten zum Neuanfang
Für gute und neue Kontakte

Sigrid Baron
Existenzgründerin
Dialogagentur für Marketing und Fundraising
www.baron-marketing.de